Willy Penzel


„Krankheit ist eine Störung des Energieflusses“

(Willy Penzel, 1918–1985)


"Krankheit ist eine Störung des Energieflusses", davon war Willy Penzel überzeugt. Der Masseur und medizinische Bademeister aus Norddeutschland ist Begründer der ältesten Meridiantherapie mit Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin – der Akupunkt-Massage nach Penzel.

Der deutschen Masseur Willy Penzel (1918-1985) entwickelte in den 1950er Jahren die Akupunkt-Massage nach Penzel. Penzel fand einen eigenen Weg, um die energetischen Gesetzmäßigkeiten des Körpers in eine logische und nachvollziehbare Behandlungstechnik zu integrieren. Veranlasst durch die lebensbedrohliche Erkrankung seiner Frau, die ärztlicherseits austherapiert war, begann er, sich mit medizinischer Literatur zu befassen. So wurde er auf das Buch des Autors Prof. Dr. Joachim Puttkamer „Organbeeinflussung durch Massage“, welches 1950 herausgegeben wurde, aufmerksam. Die Erkenntnisse aus dem Buch setzte er an seiner jungen Frau um. Sie konnte vollständig genesen.

Als Ingenieur und Schiffbauer durfte er seine Therapie in Deutschland nicht an Klientinnen anwenden. Deshalb ließ er sich zum Masseur / med. Bademeister ausbilden. Er fand anfangs der 1960er Jahre eine Anstellung in einem Krankenhaus in Bad Pyrmont (Deutschland). Bedingt durch die gesetzlichen Bestimmungen, die vielen Angehörigen der medizinischen Berufe die Behandlung mit Akupunktur-Nadeln untersagte, arbeitete Penzel nicht invasiv, sondern behandelte mit einem Holzstäbchen Akupunkturpunkte nach Punktrezepten. Er orientierte sich an der „Akupunkturfibel“ der Gebrüder Ernst und Paul Busse, die Mitte der sechziger Jahre erschien. Die Energielehre wurde darin kaum behandelt.

Ermutigt durch seine Erfolge forschte Willy Penzel weiter und entwickelte ein eigenes Therapiekonzept, das er Akupunkt-Massage nach Penzel nannte. Im Zuge dieser Entwicklung verband er die einzelnen Akupunkturpunkte zu Linien (Meridiane) und begann, diese „Linien“ in sein Behandlungskonzept einzubauen, indem er den gesamten Meridian mittels eines Therapiestäbchens behandelte. Er entdeckte, dass die Flussrichtung der Energie in den Meridianen für seine Therapie eine entscheidende Rolle spielte.

Das Buch des Akupunkturpapstes Prof. Dr. med. Johannes Bischko „Einführung in die Akupunktur“, das 1970 erstmals erschien, erklärte den Wirkungsmechanismus der chinesischen Energielehre auch für Europäer verständlich. Zu diesem Zeitpunkt waren die Arbeiten und Studien von Willy Penzel bereits fortgeschritten. In den Veröffentlichungen von Dr. Bischko fand Willy Penzel eine Bestätigung seiner Thesen und eine Übereinstimmung seiner Theorien mit der energetischen Denkweise der chinesischen Medizin.

Er löste sich immer mehr von den Punktrezepten der Akupunktur und begann die Meridiane als festen Bestandteil in seine Therapie zu integrieren. Aus einer reinen Punktebehandlung wurde eine Meridiantherapie.

Bald schon wurden Kolleginnen auf die Methode von Willy Penzel aufmerksam. Es folgten die ersten Ausbildungslehrgänge und eine Verbreitung der Methode. Mitte der siebziger Jahre verlegte er seinen Lebensmittelpunkt nach Heyen, dem Geburtsort seiner Frau. Hier entstand 1983 sein neues Lehrinstitut, heute die Europäische Penzel- Akademie, die zentrale Ausbildungsstätte für Deutschland.